Logo MenschensBILDUNG

MenschensBILDUNG
Karin & Svenka Kahl
99830 TREFFURT (D)

Hochbegabung

Ist jedes hochbegabte Kind hochsensibel?

Gehören Hochbegabung und Hochsensibilität bei Kindern zusammen?

Sind hochbegabte Kinder immer auch hochsensibel? Es gibt Autoren, die Hochbegabung und Hochsensibilität bei Kindern als zwei Seiten einer Medaille sehen, andere sind der Meinung, dass Hochsensibilität bei Hochbegabten nicht häufiger vorkommt als im Durchschnitt der Bevölkerung (man geht hier von 10-20 % aus). In den von Elaine Aron aufgeführten Anzeichen für eine Hochsensibilität finden sich viele Hochbegabte nicht wieder. Deshalb möchte ich hier ein anderes Konzept vorstellen, das schon viel älter als das von Aron ist und den Zusammenhang zwischen Hochbegabung und Hochsensibilität sehr deutlich werden lässt. Ich wage zu behaupten, dass im Sinne der 5 Overexcitabilities von Kazimierz Dąbrowski tatsächlich jeder Hochbegabte auch hochsensibel ist.

Soll ich mein Kind auf Hochbegabung testen lassen?

Leider ist der schulische Erfolg kein zuverlässiger Indikator für eine Hochbegabung, denn unsere Schulen sind für fleißige und folgsame durchschnittlich Begabte ausgelegt. Um eine Hochbegabung sicher festzustellen, reicht auch ein IQ-Test nicht aus, wenn er nicht durch die Beobachtungen einer Fachperson ergänzt wird. Der bloße Status oder IQ-Wert bringt das Kind nicht weiter. Es geht vielmehr darum, den jungen Menschen mit all seinen Stärken zu sehen und seinem Potenzial zur Entfaltung zu verhelfen. Tests sind nur ein unvollkommenes Abbild der Realität und von Natur aus fehlerbehaftet. Wenn sie jedoch von einer Fachperson mit einer konkreten Fragestellung eingesetzt werden, können sie Auskunft über das Begabungspotenzial der Probanden geben und Entscheidungen bezüglich ihres Bildungsweges erleichtern.

Das Erklärbär-Syndrom

Hast du ein hochbegabtes Kind? — Dann kennst du das: Dein Kind ist dir gefühlt ständig auf den Fersen, beobachtet, was du machst und hängt an deinen Lippen. Und das fängt schon im Babyalter an. Dieser forschende Blick fordert dich ständig auf, dem kleinen Entdecker Input zu geben. Über kurz oder lang entwickelst du das “Erklärbär-Syndrom”…

Unterforderung bei hochbegabten Schulanfängern

Unterforderung bei hochbegabten Erstklässlern

Unterforderung bei hochbegabten Erstklässlern ist kein Luxusproblem! Kinder brauchen, um sich gesund entwickeln zu können, Selbstwirksamkeitserfahrungen. Das heißt sie müssen einen Zusammenhang zwischen ihrem Bemühen und ihren Lernfortschritten bzw. ihrem Erfolg wahrnehmen können. Dafür brauchen sie Aufgaben, die geringfügig über ihrem Fähigkeitsniveau liegen. Schüler, die bereits mehr wissen und können, als ihre Klassenkameraden, bekommen oft keine solchen Aufgaben und können daher nur schwer eine Leistungsmotivation entwickeln.